Argentina fast’n’dirty: 3 Reiseziele im Land der Gauchos + Tipps für Spanischlerner und Figurbewusste

23.
Januar
2016

3 Kommentare

Argentinien ist riesig. Man könnte sich sicher Monate nur in Argentinien oder auch nur in einem Teil davon – z.B. in Patagonien – aufhalten.

Was aber, wenn du statt zu viel Zeit zu wenig davon hast? Oder statt zu viel Geld eben zu wenig? Argentinien ist nämlich gleichzeitig nicht das billigste Land in Südamerika. Dann musst du eben eine Auswahl treffen! Ich stelle dir drei Ziele vor, im Grunde genommen ein Best of Argentina.

Buenos Aires

Machen wir uns nix vor – wenn man in Argentinien ist, muss man BA kennenlernen. Um welche Stadt sonst ranken sich so viele Mythen, Sagen und Legenden? In welcher Stadt sonst liegt der Tango in der Luft?

Buenos

Buenos Aires ist in vielen Dingen eine Großstadt wie jede andere auch, in vielen Dingen aber eben nicht: Die breiten Straßen und Avenuen, auf denen alte Autos mit kaputter Motorhaube und ohne Seitentüren fahren. Die Markthallen und Cafés, in denen es frische Empanadas in allen Geschmacksvarianten gibt.

Die Shops und viel besser: Die Flohmärkte. Man darf nur den einen Fehler nicht machen, den Verkäufern zu glauben, dass sie ihre Waren selbst herstellen und es die nur hier in Buenos Aires gibt. Wie viele enttäuschte Backpacker durcfte ich kennenlernen, die ihre „einzigartige“ Silberkette in La Paz so viel billiger wieder fanden?

Porteno-Lifestyle

Trotzdem: BA ist eine pulsierende Künstlerstadt. Ich war sogar einmal auf einem Schubert-Konzert (fragt nicht, wieso ich da gelandet bin ;)) und auf einem Öko-Festival. Durch ihre Architektur wirkte die Stadt zuerst beinahe europäisch auf mich, doch in ihrem Herzen ist sie durch und durch südamerikanisch. Die Einwohner werden übrigens Portenos genannt…

Las cataratas de Iguazú

Dieses Naturwunder findest du im Dreiländereck Argentinien/Paraguay/Brasilien. Sowohl von der argentinischen als auch der brasilianischen Seite kannst du die größten Wasserfälle der Erde bestaunen. Einer trägt den Namen Garganta del diablo, das heißt Teufelsschlund 😉

Las cataratas de Iguazù

In meinem Reisetagebuch zu meinem Trip dort habe ich bereits Notizen nur auf spanisch gemacht. Anscheinend hielt ich es aber nicht für nötig, aufzuschreiben, wie beeindruckt ich war, stattdessen schrieb ich vom Frühstück im Hotel, von Alonso und Mario. Trotzdem: Absolut wundervoll dort! Und: nachmachen absolut empfehlenswert! Nimm dir, wie ich, genug Zeit mit und streife dort noch ein bisschen durch die Gegend. La Aripuca gibt es außerdem zu entdecken und eine Krankenstation für exotische Tiere.

Puerto Madryn: Natur pur in Patagonien

Dieses Örtchen steuerte ich seiner Nähe zur Peninsula Valdés wegen an: Ein Naturschutzreservat. Im Oktober treffen sich dort Pinguine auf der Durchreise und Wale. Wenn ich übrigens ein Tier wäre, wäre ich gerne ein dicker, fetter Seehund, der sich am Strand rumrollen kann 😉

Fernab der Realität – so fühlte es sich zumindest an – wandelte ich ein paar Tage durch dieses zauberhafte Gebiet. Das mit den Walen ist natürlich Glückssache. Und mit Sicherheit das einzige Mal in meinem Leben, das ich bei etwas Glück hatte (außer bei Herr Pralino natürlich :P), denn an dem Tag tummelten sich zahlreiche Wale im Wasser und es war einfach nur fantastisch, ihnen zusehen zu können.

Natur pur in Puerto Madryn Once in a lifetime whale-watching and the cutest penguins

Das Glück ist natürlich stark von der Jahreszeit abhängig (Oktober! Oktober!) und ist auch nicht so billig. Aber deshalb gibt es Argentinien ja schließlich im Schnelldurchlauf!

Und noch ein Tipp an die Spanischlerner

Falls ihr vorhabt, unterwegs in Südamerika einen Sprachkurs zu besuchen, tut dies nicht in Argentinien. Genau – die Preise! Nördlicher wird es billiger. Viel schlimmer ist jedoch der argentinische Dialekt, das Castelleno. ll wird nicht wie im Spanischen üblich als j gesprochen, sondern als sch. Das fand und finde ich immer noch ein bisschen kompliziert.

Ein Tipp an die Figurbewussten

In Argentinien werdet ihr nicht abnehmen, sorry! Ich hatte eher das Gefühl, dass Argentinien mich zu einem besonders fetten Rollmops gemacht hat.

Das Essen war schuld: Empanadas, also Teigtaschen, gefüllt mit den leckersten Dingen und in den Teig hätte ich mich sowieso „neilege“ könne – aber nicht kalorienarm. Steaks – obwohl ich gar kein typischer Fleischfresser bin. Alfajores, eine Süßigkeit, zwei Kekse aufeinander und eine noch süßere Füllung, die man sogar auf jeder Busfahrt gereicht bekommt. Dulce de leche täglich aufs Brot, saulecker, macht trotzdem fett. Am Montag werde ich euch in Tacos-Rezept posten, da ist sogar Gemüse dabei 😉

Wart ihr schon einmal in Argentinien oder möchtet ihr gerne hin?

Konnte ich euch ein bisschen Lust drauf machen oder weiter helfen? Ich hoffe, ich hab die Figurbewussten nicht erschreckt 😉

 

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3 Kommentare

  • wow, liebe Anne!
    mit diesem schönen und inspirierenden Beitrag hast du definitiv ein weiteres Ziel auf meine Reisewunschliste befördert! 🙂

    finde es total schön zu lesen, wie du uns auf deine Spuren mitnimmst.
    Südamerika finde ich generell ein sehr interessantes Land … es ist so riesig mit so vielen tolle Reisezielen. ich wünsche manchmal ich hätte mehr Zeit die Welt zu bereisen!

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Anne says:

    Hey Tina,
    dann bin ich nicht mehr die einzige mit Fernweh! Argentinien ist definitiv eine Reise wert!
    Mehr Zeit? Ich wünschte, ich hätte mehr Geld 😛
    <3 Liebe Grüße! Anne

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