Brunchen im 5-Sterne-Hotel Dollenberg mitten im Schwarzwald

22.
August
2016

8 Kommentare

Letzte Woche war hier so wenig los, weil es die einzige Woche war, die Herr Pralino und ich gemeinsam frei hatten – heute Nachmittag muss ich schon wieder arbeiten gehen! Da der eigentliche Urlaub in Südfrankreich ausfallen musste, unternahmen wir nur Ausflüge in die Umgebung. Naja, ich muss gleich mal zugeben: Es waren zwei Ausflüge. Das Eisbärbaby wächst und gedeiht, ich werde jeden Tag dicker und stelle fest, dass es gar nicht so einfach ist, diesen dicken Bauch durch die Gegend zu schleppen. Meist bin ich nämlich ziemlich müde und lege gerne mal die Füße hoch, leider sind da Tagesausflüge in der Gegend schon ziemlich anstrengend… (Kurze Frage: Würde dich ein kleines Schwangerschaftsupdate interessieren???)

Zurück zum Thema: Einen Tag verbrachten wir wandernd in Heidelberg (dazu bald mehr), den gestrigen Sonntag verbrachten wir im Schwarzwald, in der Nähe Acherns. Mit Freunden trafen wir uns zum Brunch im 5*****-Sterne-Hotel Dollenberg, eine anschließende kleinere 4km-Wanderung musste wegen Regen leider ausfallen. Auf diesen Brunch hatte ich mich eine ganze Weile gefreut, ich liiiiiiiiiebe ausgiebiges und leckeres Frühstück!

Aussicht

Ankommen im Dollenberg

Direkt unsere Ankunft ließ mir das Herz höher hüpfen: Tolle Aussicht! Eine wunderbare Anlage, alles schick und edel – eben 5sternemäßig 🙂 Ich hab da ja so eine kleine Schwäche für Luxushotels… Die Lobby, in der wir warten mussten, war weitläufig und mit bequemen Sesseln ausgestattet und auf der Toilette gab es goldene Wasserhähne. Ich war hin und weg!

Das Warten: Um elf gehts los?!?

Wir kamen von außerhalb und waren ca. ne halbe Stunde früher da. Noch konnten wir nicht ins Restaurant, wunderte mich, aber wie gesagt, die Lobby war zu schön! Irgendwann war die Lobby dann voll und verdammt viele Menschen stapelten sich im Eingangsbereich und warteten auf den Brunch. Um elf sollte es losgehen, um viertel nach elf war jemand da. Die Masse wurde eingewiesen, ähnlich wie im Theater gibt es verschiedene Räume und verschiedene Plätze. Wir warteten und warteten, schließlich wurde uns der Weg genannt uuund wir warteten wieder. An einem Fahrstuhl. Und dann wieder, um noch einmal wegen unserer Reservierung zu fragen. Hmmm.

Erste Punktabzüge für die Atmosphäre – mit Luxus und 5 Sternen hatte das nichts zu tun.

Der Brunch ging irgendwann mal los… um 11:45?

All die Leute, die unten gewartet hatten, machten sich jetzt übers Brunchbuffet her. Wir warteten wieder, immerhin gab es schon Kaffee, Tee und O-Saft. Das konnte man sich selbst holen. Kaffee und Saft schmeckten nicht wirklich, ich hatte total Durst und wollte eigentlich nur Wasser. Gab es nicht. Auch keinen anderen Saft.

Man konnte zusätzlich Getränke bestellen. Ich bin eigentlich nicht geizig, wenn ich aber 70 Euro für einen Brunch ausgebe (2 Personen), dann erwarte ich schon, dass ich nicht nochmal extra drauflegen muss. Und die zusätzlichen Getränke waren sehr teuer  – ein Gläschen Sekt des Hauses kostet 6,50. Eigentlich war ich der festen Überzeugung, dass Sekt beim Brunch inklusive sein würde, das war er bisher bei jedem Brunch, bei dem ich war. Hier, beim teuersten Brunch im besten Haus, nicht. Die Teetassen waren außerdem winzig. Weitere Minuspunkte.

Die Frühstücksauswahl war genau so winzig wie die Teetassen. Marmelade gab es nicht, keine verschiedenen Müslisorten und auch keine laktosefreie Milch. Butter und Aufschnitt waren nicht gekühlt. Irgendwann schwamm ein Nutellapäckchen im Birchermüsli, da blieb es dann eine Weile. Wo war nur das Personal?

Dollenberg von vorne

Fokus Lunch

Anscheinend lag der Schwerpunkt des Dollenberg-Brunches auf dem Mittagessen. Also weg vom Frühstück. Die Auswahl der Vorspeisen war riesig und alles, was ich probiert hatte, schmeckte auch ziemlich gut. Es gab sehr viel Fisch und Fleisch, zum Beispiel Vitello Tonnato. Leider waren die Speisen nicht beschriftet, so dass man im Prinzip keine Ahnung hatte, was man sich aufs Teller holte.

Das warme Essen war teilweise beschriftet, manchmal aber falsch. Gegrilltes Iberico-Schwein und Lamm wurden frisch für jeden geschnitten, das fand ich gut. Leider sprach der Mitarbeiter, der dafür zuständig war, kein deutsch. Warum stand der dann da?

Enttäuschung Dessert

Meine zweite Leidenschaft neben dem Frühstück gehört dem Dessert. Also wartete ich die ganze Zeit ungeduldig und wunderte mich: Wo bleibt das Dessert???? Eine Stunde vor Ende des Brunches wurde es aufgetischt – warum so spät? Ist es nicht Teil vom Brunchen, dass alles die ganze Zeit verfügbar ist?

Ich war nicht die einzige, die auf das Dessert gewartet hatte. Innerhalb von 5 Minuten war das meiste weg und es wurde auch nicht wieder viel aufgetischt. Probieren konnte ich deshalb nicht wirklich viel. Außerdem erinnerten die Stückchen, die noch da waren, an ein Schlachtfeld und machten nicht so großen Appetit.

Fazit

Es war ein toller Tag mit Freunden und alles hat gut geschmeckt.

Noch ein zweites Mal hingehen würde ich aber auf keinen Fall! Trotz Luxushotel gab es null Luxus-Feeling. Gerade im 5-Sterne-Hotel möchte ich wie eine Königin behandelt werden, auch wenn ich „nur“ zum Brunchen komme. Das war null gegeben. Und dafür war es echt richtig teuer.

Kennst du das auch, wenn du dich lange auf etwas freust? Nichts ist, wie du es dir vorstellst? Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

Oh, Fotos vom Buffet konnte ich nicht machen: Da waren immer zu viele Menschen und ich konnte/wollte nicht mit der Kamera herumhantieren. Einen Schnappschuss werde ich aber sicher noch für Instagram finden. Fotos von mir von diesem Tag gibt es auch – aber mit diesem dicken Bauch… irgendwie will ich die nicht zeigen. Vielleicht mal ein #stylethebump-Post?

Hotel Dollenberg von oben

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8 Kommentare

  • Ivana says:

    Solche Ausflüge tun wahrlich gut! Nochmals herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Oh das mit der Müdigkeit kenne ich, seitdem ich im 3. Schwangerschaftstrimester bin, bin ich dauermüde, wirklich schon extremst. Ich würde mich natürlich über deine SS-Updates freuen 😉 xoxo

    http://www.naomella.com

    • Anne says:

      Ich erinnere mich da an einen Satz aus Sex and the City, als Miranda schwanger ist: „Das sind meine letzten Monate in Freiheit und ich verbringe sie schlafend!“ 🙂 Naja, irgendwie ist es wohl natürlich… Solange hin und wieder ein kleiner Ausflug drin ist!
      Grüßle!

  • Johanna says:

    Hallo Anne,
    der Ausflug schien ja wirklich ein Erlebnis gewesen zu sein. Schade nur, dass es anders gekommen ist als geplant.
    Deine Fotos von dem Hotel und er Umgebung sehen wirklich sehr schön aus. Doof, dass die Leute vom Hotel dieses tolle Ambiente nicht auch beim Brunch umsetzen konnten. 😉
    LG Johanna

    • Anne says:

      Hallo Johanna,
      oh ja, der wunderschöne Schwarzwald! Ich liebe ihn und diese Aussicht!
      Mein Mann findet ja das Grün im Allgäu schöner, aber Hauptsache Berge! Dort in der Nähe gibt es übrigens auch ganz viele Skilifte, falls ihr mal unterwegs seid!
      Grüßle! Anne

  • Jasmin says:

    Liebe Anne,
    mich würde ein Schwangerschafts-Update sehr interessieren 🙂
    Oh ja, das kenne ich nur zu gut. Als ich in den Chanel Store in München gegangen bin, habe ich erwartet, dass man mich wie im Louis Vuitton Geschäft in der Schweiz behandelt. Fehlanzeige. Es war eine Katastrophe und hat mir den ganzen Tag verdorben. Dabei habe ich mich sooo sehr auf diesen Moment gefreut. Kennst du das eigentlich, wenn eine Verkäuferin vor dir steht und ca. 10 Jahre jünger ist als du, dich aber total herablassend behandelt? Genau so war es bei mir und das geht mir total gegen den Strich 😀
    Das war wirklich ein teurer Brunch. Ich kann dir da das Jesuitenschloss bei Freiburg empfehlen. Da wird in einer Hütte mit wunderbaren Fernblick gefrühstückt, im Sommer kann man draußen in stylischen Sesseln liegen und man zahlt für zwei Personen 50 Euro. Uns hat das sehr gut gefallen damals. Vielleicht magst du ja nächstes Mal sowas ausprobieren.
    Gute Nacht liebe Anne :-*
    Küsschen
    Jasmin

    • Anne says:

      Morgen liebe Jasmin!
      Selbst wenn man in so einen laden wie den Chanel-Store nur zum Gucken geht, sollte man so nicht angeschaut werden! Die wissen doch auch null – ich kann aussehen wie der letzte Penner und ne Million aufm Konto haben, oder? Mark Zuckerberg rennt auch so rum 😉 Oh ja, ich weiß genau, was du meinst!
      In Chiang Mai waren wir oft im Le Meridien-Hotel im Restaurant, manchmal auch nur zur Happy Hour nach der Arbeit. Gerade wenn wir nach nem ewig langen Arbeitstag und aus +40Grad Temperaturen dort aufgetaucht sind, sahen wir bestimmt nicht schick aus. Und immer nur FlipFlops an den Füßen, Thai-Style halt. Aber die haben uns da so verwöhnt, waren so höflich, innerhalb von 5 Minuten hast dich gefühlt wie ein König. Was dazu geführt hat, dass wir immer wieder seeeehr gerne gekommen sind. Gegen später wurden wir schon mit Namen am Eingang begrüßt und das Tolle war, dass die uns sogar während wir im April dort waren uns noch erkannt haben! Als ob nicht 2 Jahre seit dem letzten Besuch vergangen wären, das war toll. Da hatte ich eindeutig die falschen Erwartungen an Deutschland gestellt.
      Danke für deinen Tipp – im Oktober, bevor die Uni wieder losgeht, haben wir nochmal ein bisschen frei, das wär doch gleich mal was! Außerdem war ich noch nie wirklich in oder bei Freiburg, sollte man kaum glauben! Oder wir gehen gleich demnächst, hab jetzt voll Lust bekommen!
      Drück dich! Anne

  • Jasmin says:

    Liebe Anne,
    da hast du recht, ich habe leider auch hauptsächlich in Deutschland die Erfahrung machen müssen, dass man mich schlecht behandelt hat. Ok, in den USA wird man teilweise auch herablassend behandelt. Vor allem am Flughafenzoll, die schauen einen teilweise an als wäre man ein Verbrecher 😀
    Liebe Grüße und noch einen wundervollen Abend :-*
    Jasmin

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