Chiang Mai 2016 – Highlights

24.
April
2016

12 Kommentare

Mir fällt es total schwer, über diesen Urlaub zu schreiben, da ich irgendwie immer noch mittendrin stecke und mit dem Kopf bisher weder in Deutschland noch in meiner Arbeitsroutine wieder angekommen bin. Seit dem Urlaub und der lange erwarteten Auszeit habe ich auch angefangen, über so ein paar Sachen nach zu denken – vielleicht werde ich demnächst einige Änderungen vornehmen. So, jetzt aber keine Panik, ich will mich nicht scheiden lassen und auch mit dem Blog wird es weitergehen!

Vielleicht ist das Schreiben über den Urlaub die beste Taktik, um wieder im Hier und Jetzt (= Nicht-Chiang Mai) zu landen…

Nachdem wir sonntags morgens gelandet sind, haben wir uns direkt Mopeds geliehen, das Gepäck drauf geschnallt und ab in unser Ferien-Domizil. Ab da waren wir eigentlich nur noch unterwegs. Direkt von Anfang an lagen die Temperaturen immer über 40 Grad, erstaunlicherweise habe ich so sehr die Sonne auf der Haut und die Wärme genossen, dass ich erst in der letzten Woche etwas unter den hohen Temperaturen gelitten habe.

Was haben wir aber nun also gemacht?

Essen genießen

Endlich wieder all die Lieblings-Thai-Essen im Original! Meine Favoriten: Khao Man Gai, Pad Thai, Som Dam!

Freunde von der Garküche haben mir ihr Khao-Man-Gai-Rezept aufgeschrieben. Bereits vorher habe ich schon versucht, es zuhause zu kochen und es hat auch ganz gut geschmeckt. Jetzt kenne ich aber die Geheimzutat aus der Garküche, also wird es noch besser! Sobald ich es nachgekocht habe, werde ich das Rezept für euch aufschreiben – ihr müsst es unbedingt probieren, absolutes Lieblingsessen auf der ganzen Welt!!!

Da wir endlich mal über richtig viel Freizet verfügen konnten, haben wir viel Zeit in Cafés verbracht. Eins meiner liebsten in Chiang Mai ist das Sweet a Bit, in dem die Mango-Saison in diesem Kuchen gewürdigt wurde.

Ruhe genießen

Die Dichte an Tempeln in Chiang Mai selbst ist so hoch wie nirgendwo sonst. Vom einen Tempel raus, rein in den andern.

Ich liebe Tempel und die Ruhe, die sie ausstrahlen. Außerdem ist es in den heißen Mittagsstunden dort ein kleines bisschen kühler…

Die gebogenen Äste, die mit buntem Papier oder Bändern umschlungen sind, haben ihre ganz eigenen Funktionen. Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet, lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Massagen gehören eigentlich zu nem Urlaub in Thailand dazu, oder? Trotz allem haben wir es nur einmal ins Spa geschafft… Ich bin echt nicht der Typ, der sich stundenlang entspannen kann und nichts tun, irgendwann langweilen mich Massagen…

#justsayin ☺ no happy ending, but nice massage anyway in #spa #paradise #chiangmai #thailand

A photo posted by Anne Wagner (@me_wasabi) on

Kultur genießen

Nun, da wir als Tourist und nicht als Einwohner dort waren, erlebte ich die Stadt völlig anders. Statt mich von Anfang an mit nervigen Dingen wie Workpermits, Ausreisestempeln u.a. beschäftigen zu müssen, konnte ich jetzt einfach nur fasziniert sein.

Damals 2012 bin ich ja mit der Prämisse hin: Hier musst du jetzt 2 Jahre bleiben. Also gewöhn dich dran!

Another #spirithouse in #chiangmai , #thailand .

A photo posted by Anne Wagner (@me_wasabi) on

Entsprechend schnell fühlte sich alles sehr schnell nach Alltag an, gar nicht fremd. Schließlich hatte ich es jeden Tag und MUSSTE damit klarkommen!

Jetzt habe ich vieles ganz anders gesehen und fand es viel aufregender, geheimsnisvoller, viel versprechender. Ich bin sogar morgens vor Freude ausgetickt, wenn ich die Mönche auf ihrer Tour gesehen hab!

Parallelwelt: Früher hab ich die Mönche JEDEN Morgen gesehen, gehört und manchmal mit ihnen gesprochen. Das war das Normalste der Welt für mich! Besucher, die deshalb früh aufstehen wollten, hab ich ausgelacht 🙂 Jetzt war ich selbst so!

Ich wollte also noch mehr über die Kultur in CM erfahren, über das alte Königreich. Das Lanna Folklife Museum war eines der Dinge, die wir nun endlich besucht haben…

Auch über Geisterhäuser bin ich nicht mehr hinweg gegangen, sondern bin oft stehen geblieben, habe sie fotografiert, auch im Detail und versucht, zu ergründen, welche Bedeutung die einzelnen Figürlen haben. Sonderlich weit bin ich damit nicht gekommen! Aber ich bleib dran…

Eines der größten Geisterhäuser steht übrigens am Eingang des RAM-Hospitals. Das habe ich entdeckt, als ich nach meinem Tag dort (Fragt nicht. So viel zu krank auf Reisen. Was wäre Thailand ohne mindestens einmal am Tropf zu hängen???) Besonders zahlreich waren dort die Hähne.

Die Stadt genießen

Anders als früher – da waren wir thai aka angemessen faul und sind NIE gelaufen – waren wir jetzt ständig zu Fuß unterwegs. So konnte ich noch mehr Details entdecken, vor allem viel mehr Streetart. Dass Chiang Mai vor Kreativität platzt, war mir zwar nicht neu, aber es war wunderschön.

Mein Lieblingsviertel ist rund um den Campus der CMU (zwischen Chang Puak und Nimman) und überhaupt, der Norden der Stadt! Dort wo wir früher auch gewohnt haben, dort würde ich sofort wieder hinziehen.

Wie früher hat es uns abends oft zum Stadion gezogen. Dort gibt es einen Pad-Thai-Stand, wie es keinen zweiten gibt, und man kann sich hinsetzen und den Sportlern beim Üben zuschauen.

Neujahr genießen

Songkran, das thailändische Neujahr, immer vom 13-15.4., fiel in unsere letzte Woche in Chiang Mai. Traditionell bespritzt man andere mit gesegnetem Wasser, um die Geister des alten Jahres zu vertreiben. Mittlerweile und vor allem in CM ist das ursprünglich ruhige Fest zu einer wahren Wasserschlacht geworden – der Stadtgraben bietet hierfür schließlich die beste Bühne!

In einigen Straßen, in denen viele Hostels sind, ist es besonders schlimm. Ziemlich stark ist mir dieses Jahr auch aufgefallen, wie viel Alkohol ausgeschenkt wird. Das war früher nicht der Fall. Vor allem der erste Tag war super übertrieben. Ruhe haben wir dann im Wat Papao, ein alter burmesischer Tempel an der Maneenoparat, gesucht und gefunden.

Abseits von all dem Trubel verbrachten wir dort einen sehr besinnlichen Nachmittag: Wir wuschen kleine Buddhafiguren mit gesegnetem Wasser, wurden gesegnet, tranken Tee, schauten den Mönchen und all den anderen zu.

Happy New year! #songkran #thainewyear #chiangmai #thailand

A photo posted by Anne Wagner (@me_wasabi) on

Am zweiten Tag waren bereits weniger Farangs auf den Straßen (die hatten alle nen Kater!) und mehr Thais – schon etwas ruhiger. Wir waren mit unserer alten Hauswirtin, Pen, unterwegs. Pen ist meine thailändische Schwester <3 Zusammen mit ihren Freunden hatten wir jede Menge Spaß. Am dritten Tag war es dann noch einmal ruhiger und insgesamt war es wunderschön, aber anstrengend 🙂 3 Tage am Stück klatschnass, da muss man erstmal durch 😉

Und mehr

Wir hatten außerdem das Glück, in einem kleinen Shan-Tempel außerhalb einer Novizeneinführung beiwohnen zu können. Ich hab ein bisschen gefilmt und sobald ich das Video geschnitten habe, werde ich es für euch hochladen. Wir haben so viel mehr unternommen, auch der oben erwähnte Som Dam verdient nochmal einen eigenen Beitrag…

Möchtest du mehr über Thai-Kultur oder Traditionen und Rituale in den Tempeln wissen? Oder noch anderes von meinem Urlaub, das ich bisher vergessen habe? Ich beantworte gerne alle Fragen 🙂

Und noch etwas: Was hilft euch, aus dem Urlaubs-Modus wieder raus zu kommen? Kennt ihr das, dass ihr mit dem Kopf noch ganz woanders seid??? Was tut ihr dagegen?

Wenn Dir mein Text gefallen hat, teile ihn! Ein ganz liebes Danke und einen dicken Knuddler <3
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12 Kommentare

  • Jasmin says:

    Liebe Anne,
    oh ja, bloß her mit den Thai-Infos 🙂
    Wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme, dann muss ich neuen planen, sonst werde ich depressiv 😀
    Ansonsten hilft mir sehr viel Freizeitaktivität. Ich gehe z.B. gerne ins Fitnessstudio und setze mich dort in die Saune, da habe ich auch oft das Gefühl zumindest ein bisschen entspannt und im Urlaub zu sein 😀 Kino und so hilft eigentlich auch ganz gut bei mir. Oder halt eben Blogs mit Urlaubszielen durchstöbern 😉
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

    • Anne says:

      Hi Jasmin,
      als ich vorhin kurz unterwegs war, hatte ich schon überlegt, ob ich einfach spontan für ein paar Stunden ins Kino verschwinden soll… Vielleicht bin ich nachher dann nochmal unterwegs 😛
      Liebe Grüße, Anne

  • liebe Anne,
    ich kann dich so gut verstehen! mir geht es nach Urlauben immer genauso … das Problem hatte ich nach Indien ja auch. kaum zurück, musste ich schon wieder an die Uni und in den Nebenjob und daran konnte ich so schwer gewöhnen :/

    mir half vor allem meine Familie dabei … das Zusammensein mit ihnen und meinen Freunden war sehr gut, denn sie habe ich ja auch vermisst, als ich weg war 🙂

    einen wundervollen Sonntag!
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Johanna says:

    Hallo Anne,
    ich möchte bitte mehr über die gebogenen Äste wissen. Außderdem möchte ich natürlich auch die ganze Geschichte mit dem Krankenhaus hören… 😉
    LG Johanna

    • Anne says:

      Hola Johanna!
      Wie gehts dir? Ok, dann kommt demnächst mal was über gebogene Äste und andere Rituale 🙂 Aus dem Krankenhaus gibts sogar ein Foto, auf dem ich wie ein Schluck Wasser mit einem Tropf im Arm in der Kurve häng. Viel zu erzählen gibts zum Glück nicht, wie immer der Magen. Die 2 Tage vor dem Krankenhaus war es viiiiel schlimmer und danach recht schnell wieder gut, zum Glück! Ich hatte noch meine Patientenkarte von damals, dadurch war alles viel einfacher. Wobei thailändische Krankenhäuser an sich schon ein bisschen speziell sind…
      Liebe Grüße, Anne

      • Johanna says:

        Jetzt hast du mich schon wieder neugierig gemacht… Warum sind thailändische Krankenhäuser ein bisschen speziell? 😉

        • Anne says:

          Du kommst dir immer ein bisschen vor wie in einem Labyrinth, wirst von A nach B geschickt, ohne was zu verstehen, hast dein Kärtchen mit deinem Namen drauf, das wird eingescannt und am Bildschirm taucht dann das Foto von dir krankem Häuflein Elend auf. Jedes Mal musst du dich wiegen, deinen Blutdruck und deine Körpergröße messen lassen. Das ist dort echt wichtig. Und Fieber natürlich auch! Dann nochmal warten, dann irgendwann zum Arzt. Bevor man geht, zahlt man direkt dort an einer Kasse und geht dann zum nächsten Schalter, an dem man seine Medikamente bekommt. Ein ziemlich kompliziertes System! In den Privatkrankehäusern auf den typischen Inseln im Süden ist es ein bisschen anders, allerdings sind da auch die Preise anders. Da musste ich einmal 800 Euro für einen Tag am Tropf zahlen – kannst du dir den Schock vorstellen? Urlaubskasse innerhalb eines Tages weg 😛

  • Julia says:

    Hallo Anne,

    Chiang Mai haben wir leider bei unserer Thailand Trip nicht mehr geschafft, obwohl mich der Norden Thailands sehr reizt. Interessant wie du die Stadt anders als Tourist erlebt hast als als Bewohner. Irgendwann schaffe ich es bestimmt auch mal nach Chiang Mai…

    Ich werde durch die Arbeit leider unfreiwillig schneller als mir lieb ist wieder aus dem Urlaubsmodus herausgerissen, der Alltag inklusive Haushalt erledigt da sei übriges… 😉

    Lg, Julia

    • Anne says:

      Hallo Julia,
      noch so was Gutes, was ich am Leben in Thailand vermisse: Ausgehen zum Essengehen –> nicht kochen müssen –> keine Einkäufe –> keine Küche aufräumen etc. Du sprichst mir aus der Seele mit der lästigen Hausarbeit! Das ist im urlaub sooo viel besser!
      Der Norden lohnt sich definitiv – schon allein wegen dem Essen! Gaaaaanz anders als in BKK und dem Süden!
      Grüßle, Anne

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