Diese Woche: Katerstimmung im Januar

13.
Januar
2016

4 Kommentare

Ach Leute, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber gerade tue ich mich etwas schwer mit diesem neuen Jahr.

Heute ist wieder einer dieser verregneten Tage.  Danke einer Blasenentzündung, die ich seit kurz vor Silvester mit mir rumschleppe, habe ich heute fast meinen gesamten freien Vormittag im Wartezimmer verbracht.

Morgens bin ich außerdem meist so müde, dass ich echte Probleme habe, aus dem Bett zu kommen. Nun ist ja aber nicht jeder Vormittag frei, also muss ich wohl oder übel.

Montagmorgen stand ich dann unerwartet im Stau und war kleine zwei Minuten zu spät dran. Dann gab es kaum Parkplätze und ich wollte mich in einer dieser Lücken quetschen, die eigentlich zu klein sind. Jupp, sie war dann auch zu klein. Seit Montag entspreche ich demenstprechend dem Klischee der „Frau, die nicht einparken kann“ – denn leider hat das Nachbarauto was abgekriegt.

Katerstimmung im Januar Buenos Aires in Grau

Mega peinlich, oder?

In meiner Aufregung schaltete ich zum Glück ganz schnell die Stimme ab, die mir riet, einfach woanders zu parken, denn ich wollte alles richtig machen. Und machte doch alles falsch 🙁 Ich schrieb einen Zettel, packte ihn in eine regensichere Hülle (Ich war sooo stolz auf mich, weil ich so mitgedacht hatte!) und klemmte ihn an die Windschutzscheibe des Geschädigten. So könnte er mich locker kontaktieren und meine Versicherung könnte den Schaden regeln. Auch das Kennzeichen schrieb ich auf und machte Fotos.

Dann war ich ein bisschen erleichtert und klopfte mir für mein gutes Krisenmanagement innerlich auf die Schulter.

In meiner Mittagspause erfuhr dann Papa Wasabi davon. Und er rastete aus. Nicht wegen meines Einparkfehlers, sondern der Fahreflucht, die ich begangen hätte. Say whaaaat? Fahrerflucht? S*******!!! Umgehend rief ich die Polizei an.

Um dort das Gleiche zuhören: Fahrerflucht!

Zuerst versuchte ich dem Beamten deutlich zu machen, dass ich mit meinem Zettel doch alles richtig gemacht hätte und auch mein Auto noch an gleicher Stelle stünde. Fand er nicht. Er sprach von der Anzeige, die ich nun bekäme, weil ich alles falsch gemacht hätte. Irgendwann wimmerte ich hysterisch ins Telefon: „Nein, ich bin der ehrlichste Mensch der Welt! Ich hab mich voll bemüht!“

Das machte ihn etwas nachsichtiger, aber er bat mich aufs Revier. Um die ganze Sache „aufzunehmen“. Auf dem Weg zum Auto traf ich dann „den Geschädigten“. Er hatte meinen Zettel noch nicht gesehen und war auch etwas aufgeregt. Er hatte bereits die Polizei gerufen und meine „Fahrerflucht“ angezeigt. Ich zeigte ihm meinen Zettel und erklärte mich. Ohne hysterisch zu sein. Er verstand, ich rief wieder die Polizei an, schlussendlich kam ein Streifenwagen. Alles konnte schnell und unproblematisch geklärt werden. Dank zweier netter Polizisten, die bestimmt mehr als ein Auge zudrückten, und eines netten „Geschädigten“.

Die ganze Aufregung wäre gar nicht erst entstanden, wenn ich bereits morgens die Gesetze und Regeln gekannt hätte: Bei dieser Art von Unfall gilt es nämlich als Fahrerflucht, wenn man weder den Geschädigten antrifft noch die Polizei informiert. Hätte ich das gewusst, hätte ich das selbstverständlich morgens gemacht!

2010-09-30 20.50.42

Die Sache brachte mich weiter ins Nachdenken:

Es gibt so viele Sachen, die ich nicht weiß. Weil ich mich noch nie mit ihnen auseinandersetzen musste. Sachen, die ich aber wissen sollte. Sonst werde ich Papa Wasabi noch irgendwann zum Herzinfarkt treiben. Und ich als emanzipierte Frau von Welt möchte eigentlich schon Herr der Lage sein können. Ich bin nämlich ein großer Fan von Unabhängigkeit, solltet ihr wissen.

Eine entsprechende Serie werde ich demnächst hier auf meinem Blog starten. Und weil ich doch seit kurzem Ü29 bin, werde ich diese Serie „A hitchhiker’s guide through your twenties“ nennen und über alle möglichen Themen schreiben, über die man als Twentysomething dann doch mal Bescheid wissen sollte. Getreu meinem Motto „Wir sind hier nicht mehr in den Fünfzigern“ und getreu meiner Überzeugung, dass wir alle unabhängig und auf uns allein gestellt überleben können müssen.

Lacht bitte nicht über meine Einparkprobleme – ist mein erster Unfall, ever, ich schwöööre!

In welchen Situatiuonen habt ihr verflucht, einfach nicht genug gewusst zu haben?

Wann war euch das letzte Mal etwas peinlich?

Schreibt es mir in den Kommentaren oder auch als Mail oder auf Facebook – wenn ihr nicht wollt, verrate ich auch nichts, versprochen!

Die Fotos haben übrigens mit deutschem Januar wenig zu tun: Gemacht hab ich die nämlich in einem Oktober in Buenos Aires.

Wenn Dir mein Text gefallen hat, teile ihn! Ein ganz liebes Danke und einen dicken Knuddler <3
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4 Kommentare

  • Ilonka Pauleweit says:

    Liebe Anne, mach Dir nichts draus, machmals ist man wirklich unschuldig in der Sch…. . Ich habe auch Rechnung bekommen über ein med. Gerät. Angeblich hat man mich 3 x angeschrieben und mehrmals angerufen. Ich habe den Briefkasten umgekippt, nix gefunden, anrufen mag zwar sein, aber ich kann halt nicht abnehmen zuhause, wenn ich tagsüber im Geschäft bin. Jetzt Rechnung über 1300 Euro….das ist so frustran…Wochenende versaut. Gruß Ilonka

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