Ein Tag in Karlsruhe

6.
Februar
2016

6 Kommentare

Dass ich Tagesausflüge liebe, wisst ihr schon. Was ich dabei oft vernachlässige: Die Stadt direkt vor meiner Haustür!

Weil sie aber – trotz der Baustellen überall – so schön ist und so viel zu bieten hat, habe ich einen Tag dort Tourist gespielt. Bin losgezogen, ohne Zeitrahmen und bin einfach flaniert. Hab mich treiben lassen und zugelassen, dass ich Neues entdecke. Das Ergebnis zeige ich euch heute!

Klar – Karlsruhe ist groß. Man kennt die Kaiserstraße zum Shoppen oder auch das Ettlinger Tor. Postgalerie und Europaplatz sind ebenso beliebt und allseits bekannt. Deshalb nehme ich euch mit zu unbekannteren Ecken.

Kaiserstraße

Wir starten am Marktplatz und laufen auf der Kaiserstraße Richtung Kronenplatz. Unterwegs machen wir Halt, an der Kaiserstraße 50, um genauer zu sein, und gehen essen. Dort ist in einem kleinen Hinterhof nämlich das wunderbare Café Pan zu finden. Im Café Pan gibt es die verschiedensten Crêpes, herzhaft und süß und allesamt superlecker. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 werden ausschließlich biologisch angebaute Zutaten verwendet. Auch Säfte werden frisch gepresst, jammi!

Café Pan, Crepe Café PanCafé Pan Innenhof

Die Preise sind niedrig – für Studenten vielleicht etwas zu hoch, ein Crêpe liegt zwischen 6,20 und ca. 7,80.

An das Café Pan angeschlossen ist ein kleiner Laden, in dem Selbstgemachtes in Perfektion verkauft wird: Taschen, Klamotten, Uhren. Zu schön, um wahr zu sein!

Die selbstgemachten Taschen von Bögel Sack kann man auch auf Wunsch anfertigen lassen – wer hat als nächstes Geburtstag?

Wir müssen trotzdem weiter.

Adlerstraße

Auf Höhe des C&A biegen wir rechts ab in die Adlerstraße. Dabei lassen wir verschiedene Kleidungsgeschäfte hinter uns, in denen man sehr billige Schuhe und Klamotten erstehen kann. In der Adlerstraße rechts, ebenfalls in einem Hinterhof, aber gut erkennbar liegt das Künstlerbedarffachgeschäft Gerstaecker. Ein riiiesiges Geschäft, mit allem, was man sich als kreativer Mensch nur wünschen kann. Traumhaftes Papier, Farben aller Art, sonstige DIY-Ideen – einfach alles. Stundenlang kann ich mich mit Papier auswählen beschäftigen und träumen… wunderbar.

Bei GerstaeckerPapier bei Gerstaecker

In der Adlerstraße gibt es außerdem einige Graffiti. Mal versteckter, mal offensichtlich, aber immer ziemlich cool. Noch so eine Sache, die ich an Karlsruhe mag: Die Stadt ist voller Kunst. Das weltbekannte ZKM hat übrigens freitags eine ganz tolle Aktion: Der Eintritt für alle Ausstellungen ist umsonst! In der Stadt ist die Kunsthalle, die Am Zirkel, direkt am Bundesverfassungsgericht, situiert ist. Dort laufen immer wieder spannende Ausstellungen: Ich erinnere mich an Rodins Tänzerinnen. Aktuell war dort eine Ausstellung über Selfies. Immer fancy und immer einen Museumsbesuch wert!

Noch ein Geheimtipp in Sachen Kunst: Im Regierungspräsidium am Rondellplatz gibt es immer wieder Ausstellungen! Aktuell werden dort Meisterstücke der Maler und Lackierer ausgestellt – umsonst was zum Gucken und Inspiriertwerden!

Graffiti in KaKunst in Ka

Zurück in die Adlerstraße. Wir gehen weiter und finden an der Ecke zum Lidellplatz das Style 5, ein hochmoderner Einrichtungsstore mit fantastischen Teppichen. Sie lassen mich von einer größeren Wohnung träumen, in der ich bunte Teppiche auslegen kann, also schnell weiter!

Style 5

Quartier Lidell

Lidellplatz

Am Lidellplatz, dem unscheinbaren Platz zwischen Markt- und Kronenplatz, kann ich Stunden verbringen, auch im Winter. So viel gibt es da zu entdecken! Doch auch hier muss man wissen, wo – und die Hinterhöfe kennen.

Eingang PalaverKa DetailPalavers Welt

Doch so findest du den Eingang und landest in der kleinen Welt des Café Palaver. Auch Radio Querfunk, ein Kindergarten und ein Fahrradladen tummeln sich dort. Im Café Palaver gibt es alles: Günstige Mittagskarte, leckere Getränke, regionale Lieferanten.

Im Sommer ist es herrlich, dort im Garten zu sitzen…

Jetzt, im Winter, gehen wir nach unserem Tee weiter und umrunden einmal den Lidellplatz: Der Kramladen, der Sachen aus allen möglichen Jahrhunderten verkauft, hat im Januar und Februar gerade nur samstags offen, sonst ein bisschen öfter. Ist immer Glückssache… Aber wenn er offen ist, dann hat man wirklich Glück!

Krempel am Lidell

Ein paar Häuser weiter wird Kaffee verkauft – der wird von einigen auch als „bester Kaffee Karlsruhes“ gelobt.

Zähringerstraße

Wir verlassen die Welt des Lidellplatzes und gehen zurück Richtung Stadtmitte. An der Ecke Adlerstraße/Zähringerstraße statten wir noch Kims Laden einen Besuch ab, um uns mit Gochujang einzudecken. Für die paar Minuten dort fühlen wir uns wie in Korea und der süße Verkäufer freut sich, wenn ich mich bedanke: „Gamsa hamnida!“

Karlsruher Geheimtipp-Adressen:

Unser Tag ist vorbei. Hier ein paar Adressen für dich:

Café Pan: Kaiserstraße 50

Bögel Taschen: Kaiserstraße 50, www.mein-boegelsack.de

Café Palaver: Steinstraße 23 (den Eingang siehst du auf dem Foto!)

ZKM Karksruhe: www.zkm.de

Tollhaus, Alter Schlachthof 35, www.tollhaus.de – zum Ausgehen und für Konzerte, da ist immer was los

Alte Hackerei – zum Abtanzen, Alter Schlachthof 11, www.altehackerei.de, Disco zum Abtanzen

 

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6 Kommentare

  • Johanna says:

    Oh schön, ich vermisse Karlsruhe. Ich habe auch mal eine Weile dort gewohnt. Tolle Stadt. Ich bin immer gerne im Oberwald im Süden der Stadt spazieren oder joggen gegangen. Und nebenbei konnte ich mir süße Wildpferde und Elche anshen. 🙂

    • Anne says:

      Echt? Das überrascht mich jetzt irgendwie voll – das mit Karlsruhe, nicht mit den Elchen! Woher bist du denn ursprünglich?
      Ja, Karlsruhe hat echt was. Ich entdecke auch immer wieder neue schöne Ecken, obwohl ich immer denke, ich kenne es, aber das ist ja gerade das Gute an einer Stadt.
      Madrid aber bestimmt auch 😉 Liebe Grüße!

  • Petra says:

    Ach ja, die Geheimecken, bis auf das Café Pan – das kannte ich noch nicht – waren dies auch alle meine. 🙂

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