Große Veränderungen + großer Bauch

1.
Juli
2016

8 Kommentare

Die letzten Wochen seit dem Thailand-Urlaub ist hier im Hause Wasabi einiges passiert. Oder, um genauer zu sein: So viel ist gar nicht passiert, im Grunde genommen nur eine Sache. Mein Bauch ist nämlich nicht groß, weil ich zu viel gegessen habe, sondern, weil ich guter Hoffnung bin und hier vielleicht (?) hoffentlich (?) Ende des Jahres ein kleines Eisbärbaby (oder gar Weihnachtsbaby?) einziehen und uns vom Schlafen abhalten wird.

Ja, du hast richtig gelesen: Ich bin schwanger. Baby unterwegs.

Anmerkung: Dementsprechend folgt jetzt hier ein sehr persönlicher Post, den du nicht lesen musst. Als Newsletter-Abonnent weißt du auch sowieso schon über das meiste Bescheid, hier folgt nur ein kleines Update über die Neuigkeiten im zweiten Trimester 🙂

Eisbär

Deshalb ist hier nämlich auch in den letzten Wochen nicht sooo viel passiert: Mir ging es gar nicht gut und ich verbrachte meine Tage auf der Couch oder auf dem Badezimmerfußboden – in beiden Fällen doch recht handlungsunfähig. Dazu kamen ein spinnender Kreislauf und viele andere kleine Späße. Wie ich das überlebt habe, weiß ich auch nicht so genau, aber auf einmal ging es besser.

Nun bin ich im zweiten Trimester angekommen und kann mich ein bisschen entspannen. Das Unwohlsein (schöner Ausdruck, oder? Viel zu milde! Vielleicht eher: Die Zeiten in der Hölle?) ist bis auf kleinere Kreislaufaussetzer quasi vorbei. Die Angst vor einer weiteren Fehlgeburt (traumatische Krankenhauserfahrung im letzten Jahr) wird auch weniger, denn bekannterweise sinkt das Risiko nach den ersten 12 Wochen.

Nie hätte ich gedacht, dass wir es bis hierhin schaffen. Dass die Tage zwischen Couch und Badezimmer gezählt sein werden. Dass ich irgendwann wieder was unternehmen möchte und auch kann.

Gegessen hab ich übrigens tatsächlich nicht viel, sondern im Gegenteil das meiste von meiner Speisekarte gestrichen. Vor viiiiielen Dingen empfand (und empfinde ich teilweise noch) ziemlichen Ekel, zum Beispiel vor Fleisch. Immer essen konnte ich dafür Kartoffeln, in allen Varianten, am liebsten als Pommes. Ist auch ein einfaches Gericht, wenn man nicht aufstehen kann. Eis und Kuchen mag ich auch immer gerne, mein anderer Liebling sind Blau- und Himbeeren. Als Eis, auf Kuchen und pur. Jammi!

Was noch schlimmer war als das Essen selbst? Das Riechen. Zwischendrin wär ich fast gestorben, sag ich euch. Nur weil ich irgendetwas gerochen habe. Schrecklich!

Auf der Arbeit hatte ich großes Glück und durfte unglaublich viel Unterstützung erfahren: Vom einen auf den anderen Tag halbierte meine Chefin meine Kurszeiten, Kollegen übernahmen für mich. Wenn der Kreislauf auf der Arbeit kippte oder ich dort nicht mehr aus dem Bad kam, hat immer jemand übernommen. Mein anderer Chef hatte ebenfalls großes Verständnis und es war so auch in Ordnung, dass im Mai und Juni ein Teil meiner Aufgaben einfach liegenblieb. Dieses Glück ist gar nicht zu überschätzen, schließlich bin ich selbstständig. (Falls ihr mitlest: DANKE!!!)

Was die Veränderungen betrifft: Klar wird sich in meinem Leben einiges verändern. Was sich aber bitte nicht ändern soll: Ich bin immer noch ein Mensch. Und zwar einer, der nicht vorhat, seine Identität abzugeben und nur noch als Mutter aufzutreten.

Leider stelle ich fest, dass das bei den meisten automatisch passiert und auch beinahe so erwartet wird. Einen Vorgeschmack hatte ich bereits in einer Stunde Yoga für Schwangere und ich wollte am liebsten nach 5 Minuten wieder schreiend davonlaufen.  (So, und ganz ehrlich: Wenn du nie Sport machst, dann mach auch keinen Sport und schon gar kein Yoga, nur weil du auf einmal schwanger bist! Doofe Profimutter! Leb doch einfach weiter, wie es dir gefällt! Warum macht deine Schwangerschaft aus dir Sportmuffel eine Yogini? Eben, macht sie nicht!) Ob ich da nochmal hingehe, weiß ich nicht. Und auch nicht, ob ich tatsächlich mal einen dieser Geburtsvorbereitungskurse besuchen werde. Der Ersttrimester-Hölle folgt also der Zweittrimester-Profi-Mütter-Schock 🙂

Naja, mal sehen. Ganz besiegt ist meine Angst immer noch nicht und es ist noch lange nicht sicher, dass im Dezember tatsächlich ein kleines Eisbärbaby hier einziehen wird. Vermutlich kann ich es erst glauben, wenn es soweit ist und bis dahin hilft nur, die negativen Gedanken und die Ängste einfach nicht zuzulassen. Und ganz heimlich freue ich mich auch ein bisschen sehr, (nicht nur) auf ein Abenteuer der anderen Art. Wenn es denn so weit kommt.

Wenn Dir mein Text gefallen hat, teile ihn! Ein ganz liebes Danke und einen dicken Knuddler <3
Stichwörter:

Kategorien:

8 Kommentare

  • Mona says:

    Erst mal Glückwunsch. Und: das Wunder, dass in dir wächst, wird dich verändern und ich behaupte mal, dass es dir nichts ausmachen wird. Ich war tatsächlich gern „nur“ Mama , aber jetzt, da mich die Arbeit schon eine zeitlang wieder hat, ziehe ich gerne und ohne Wehmut die Tür hinter mir zu und freue mich auf den Umgang mit zumindest theoretisch erwachsen Personen 😉

    • Anne says:

      Danke, Mona! Ach, naja, wir werden sehen – ich hab ja noch einige Monate Zeit 😉 Kann mir sehr gut vorstellen, dass es Erwachsenen-Kommunikation dann ganz schön ist 😉

  • Jasmin says:

    Liebe Anne,
    ich hatte leider noch keine Zeit deinen Newsletter komplett durchzulesen, werde das aber gleich noch heute nachholen! Ganz fest versprochen! 🙂
    Wow, das sind denn tolle Neuigkeiten! Erst einmal gratuliere ich dir ganz herzlich zu deinem Glück :-*
    Meine Mama hatte leider auch Fehlgeburten und deshalb habe ich selbst total Angst davor schwanger zu werden.
    Aber ich glaube ganz ganz fest daran, dass bei dir alles super läuft, schon alleine weil 2016 ein Glücksjahr ist (das merke ich an mir selbst ja auch) und 2014 und 2015 waren einfach nur besch… Jahre. Pech über Pech, also zumindest bei mir war das so.
    Als kleine Prophetin werde ich dir ein gesundes Kind vorhersagen 😉 Toi toi toi :-*
    Das kann ich gut verstehen, dass man ja auch noch als Frau und nicht nur als Mutter betrachtet werden möchte! Das Umfeld würde echt so viel Gutes beitragen, wenn es einfach mal ein bisschen entspannter wäre 😀
    Super, dass deine Chefs auch so viel Rücksicht nehmen! Das freut mich sehr zu hören.
    Viele liebe Grüße
    Jasmin

    • Anne says:

      Hallo Jasmin <3
      daaaaaanke erstmal für deine süßen, aufmunternden Worte! Ich hoffe, du behältst recht, hab nämlich immer noch ziemlich Angst (kein Vergleich mehr zu vor einigen Wochen, aber trotzdem) - man weiß ja nie!
      Mit den Jahren 2014/15 hast du voll recht. Und 2016 läuft bisher wirklich super, also von daher...
      Viiiielen lieben Dank nochmal, ich bin jetzt ganz gerührt und schick dir über die Entfernung eine große Umarmung.
      Anne

  • oh meine Liebe! na das sind ja fantastische neue Neuigkeiten 🙂
    da gratuliere ich dir, also euch, natürlich von ganzem Herzen und wünsche euch von Herzen alles Gute!!!
    ich finde es immer spannend eine Schwangerschaft mitzuerleben – durfte das ja auch bei meiner lieben Schwester bereits zweimal 🙂

    ich denke du wirst sicher einigen Content zum Thema Mama werden und Babys hier bringen 🙂

    übrigens war 2014 ein GANZ TOLLES Jahr für mich – mit Höhen und Tiefen, aber jede war es wert … 2015 und 2016 sind nur so mittelmäßig 😉 ich warte quasi auf ein besseres jahr, aber wir sind ja bekanntlich auch unser eigenen Glückes Schmied!

    fühl dich lieb gedrückt!
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    • Anne says:

      Tina, du Liebe <3 Daaaanke! Vermutlich hast du mit deiner Schwester mehr Mama-Erfahrung als ich 😉 Bisher hab ich noch keine Ahnung, ob und was ich noch dazu schreiben werde, fühlt sich bisher alles noch so "das ist meins" an - aber auf so nem Blog kann man ja auch irgendwie schlecht ganze Teile von seinem Leben außen vor lassen, oder? Vermutlich wird also doch n bisschen was dazu kommen!
      Schön, dass 14 + 15 tolle Jahre waren (interessiert mich natürlich, warum?) - da wünsch ich dir nur, dass die zweite Hälfte 2016 nun ordentlich rocken wird! Noch ist dieses Jahr ja nicht vorbei...
      Fühl dich auch gedrückt,
      <3 Anne

  • Johanna says:

    Hallo Anne,
    ich freu mich für dich! Vor allem auch, dass es dir besser geht.
    Dass du so tolle Kollegen und Chefs bei der Arbeit hast ist wirklich ein ganz großes Geschenk! Es ist schön zu lesen, wie dich alle unterstützen. 🙂
    Bleib positiv und freu dich auf das, was kommen wird. 😀
    LG Johanna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.