Ich liebe Chiang Mai

9.
Januar
2016

3 Kommentare

Chiang Mai ist meine zweite Heimat. Dort haben Herr Pralino und ich zwei Jahre gewohnt. Gewohnt ist eigentlich falsch, denn wir haben dort so richtig gelebt. In vollen Zügen das Leben aufgesaugt und es genossen. Mit Essen, Ausgehen, Rausgehen, uns-unter-Volk-mischen und alles à la Thai-Style.

Mit Risiken und Nebenwirkungen

Vermutlich werde ich mich in Deutschland nie mehr zu 100% zuhause fühlen. Ein Teil von mir wird immer dort verankert sein.

Und natürlich: Dauerhaftes Hin- und Hergerissensein gefüllt mit Fernweh.

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Gerade habe ich eine Phase, in der ich mich sehr nach Chiang Mai sehne. Also habe ich heute beschlossen, euch einfach mal ein paar Bilder zu zeigen und euch unser Leben dort ein bisschen vorzustellen.

Bestimmt habt ihr schon einmal gehört, dass Thais sich stundenlang über Essen unterhalten können und statt „Wie gehts?“ einfach oft gefragt wird „Was hast du heute schon gegessen?“ Meeeeeega wichtig in Thailand: Gutes Essen. In rauen Mengen. Überall verfügbar.

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Food Courts

Auf den Märkten, an den Straßen uuund meine Lieblinge: Die Food Courts in den Einkaufszentren. Jedes Einkaufszentrum hat zwei Food Courts. Der für Touristen und Leute mit Geld ist meist im obersten Stock zu finden, der andere, meiner Meinung nach authentischere und ganz sicher billigere, im Keller. Zu Mittags- und Abendessenszeiten ist es da brechend voll. Im Prinzip findet man eine riesige Markthalle vor, in der feste Stände mit kleinen Küchen eingebaut sind. Es gibt ALLES. Das Essen kostet pro Portion zwischen 40 und 50 Baht, es wird schnell gemacht. Gegessen wird direkt dort, Besteck, Servietten etc. gibt es alles frisch und sauber.

Wararot

Meine Lieblinge waren der Foodcourt im Airport Plaza, von dem stammen auch die zwei Bilder links. In den großen Tontöpfen wird Khao Soi gemacht, eine Lanna-Nudelsuppe, die recht scharf sein kann aber göttlich schmeckt. Weitere Favoriten sind eine typische Kuay-Thiaw, das ist eine Nudelsuppe. Die gibt es überall in Thailand. Wir prüften die Qualität der Garküchen anhand ihrer Nudelsuppe 😉 Einer meiner anderen Lieblingsorte war der Wararot- Markt  Richtung Ping. Ihr könnt auf dem abgebildeten Foto bestimmt nicht die Größe erahnen. Dieser Markt ist das reinste Labyrinth! In den Anfangszeiten habe ich mich regelmäßg dort verlaufen. Da ich dann aber bestimmt einmal die Woche dort war – oft gar nicht zum Einkaufen, sondern zum Staunen! – hab ich mich richtig gut dort ausgekannt, kannte Abkürzungen und Schleichwege und konnte den Stadtführer für Herrn Pralino und meine Freunde spielen. Am Wararot gibt es ALLES. Meist zu unschlagbaren Preisen.

Essen in Chiang Mai auf dem Wararot und in Foodcourts

Essen ist schon ein riesiger Teil der Thai-Kultur, aber längst nicht alles.

Fremde Kultur

Mit meinen thailändischen Freunden erlebte ich ein ganz besonderes erstes Loi Krathong. Das ist das Lichterfest im Novermber! Bereits eine Woche zuvor trafen wir uns und bastelten unsere eigenen Lampions. Meiner ist wirklich unfototgen und häßlich und hat den Umzug nicht überstanden. Aber die kleine Lady auf dem Foto unten war eine wunderbare geduldige Lehrmeisterin.

Was ihr noch nicht über mich wusstet: Thai-Boxen spielte eine ganz wichtige Rolle für mich. Selbst habe ich ein Jahr lang trainiert, bis mir mein Rücken dazwischenfunkte und nach einer ruhigeren Sportart schrie. Die Freitagabende führten uns aber ab und an ins Stadion im Night Bazar, wo wir meine kämpfenden Freunde anfeuerten! Durch mein Camp Lanna Muay Thai habe ich immer Freundschafts-Eintrittspreise gekriegt. Zu einer Sache war uns aber der Zutritt verwehrt: Den Wetten. Bei jedem Kampf sammelten sich fiebernde Fans – meist kleine Männer im mittleren bis höherem Alter, die auf den Kampf wetteten. In einer Lautstärke! Wie sie tobten und schrien, werde ich wohl nie vergessen!

Die zwei anderen Bilder zeigen Lieblingsorte etwas außerhalb der Stadt: Die Treppe führt hoch zu einem der großen Tempel, dem Doi Suthep. Die zwei Pagoden liegen im Nationalpark Doi Inthanon und sind dem König und der Königin gewidmet. Immer einen Trip wert. Gerade, wenn die Luft in der Stadt schlecht war! Chiang Mai ist umgeben von Bergen. Gut – denn man hat immer eine wunderbare Aussicht. Gerade für mich als Nordschwarzwäldermädel, die die Aussicht auf Berge liebt. Schlecht – denn es windet selten und der Smog bleibt zwischen den Bergen stehen.

Untitled design(8)Ihr könnt euch vorstellen, dass sich in zwei Jahren jede Menge Fotos anhäufen. Und irgendwie doch nicht genug… Als ich gerade alle durchgegangen bin, um ein paar für euch auszuwählen, da dachte ich ständig: Mist, warum hab ich das nicht fotografiert?! Zum Schluss will ich euch noch „Unsere Ecke“ des Stadtgrabens zeigen, an der unsere Straße abging und die unser Zuhause war. Den Wasserfall findet ihr ebenfalls oben auf dem Doi Inthanon, aber auch sonst gibt es überall Wasserfälle, rund um die Stadt, oft gar nicht weit entfernt.

Das Foto von mir als Thai-Königin stammt sogar von einem Fotografen. Ich weiß, total Touri, sich in traditionelle Klamotten zu werfen und damit ablichten zu lassen, aber wir hatten solche Lust auf die Bilder und ich liebe sie als Erinnerung. So ein Make-Up bei +40 Grad… uiuiuiu!

Meine Freunde aus Thailand und meine Ex-Kollegen könnten den Beitrag hier bestimmt locker noch ergänzen oder vielleicht auch verbessern. Ob die Preise beim Essen mittlerweile gestiegen sind, kann ich zum Beispiel nicht sagen.

Aber ich wollte euch schließlich einen kleinen Auszug aus meiner Welt zeigen!

Wie hat er euch gefallen?

Was ist euer Sehnsuchtsort?

Ich fürchte, in der nächsten Zeit werde ich ein bisschen mehr über Thailand schreiben 😉

In diesem Sinne: Sawadee kha!

Chiang Mai erleben

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3 Kommentare

  • Ulrike says:

    Klasse! Ich mag Chiang Mai auch sehr und thailändisches Essen fast noch lieber als chinesisches.
    liebe Grüße
    Ulrike

    • Anne says:

      Ui, Ulrike, da könnten wir stundenlang diskutieren! Nicht über CM, übers Essen 😉 Mit dem chinesischen Essen konnte ich mich noch gar nicht anfreunden!
      Ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen – was ist gutes chinesisches Essen???
      Grüßle!

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