Mein Wort 2016 – Blogparade

15.
Februar
2016

4 Kommentare

Dass ich von Vorsätzen nichts halte, ist euch bestimmt schon aufgefallen. Schließlich gab es keine klassischen Vorsätze hier auf meinem Blog, kein „Ich will 5 Kilo abnehmen und einen Marathon laufen“. Aber nun hat Tanja von Reiseaufnahmen zur Blogparade aufgerufen: Gesucht ist MEIN Wort für 2016.

Dies Wort soll mein Jahr 2016 prägen.

Hui, ne ganz schön große Aufgabe für ein kleines Wort, findest du nicht auch?

Da ich echt spät dran bin – die Blogparade endet schon heute (das ist auch der Grund, weshalb es heute ausnahmsweise zwei Beiträge gibt und dafür morgen keinen? -, konnte ich mich durch viele Beiträge klicken. Klick dich auch durch, es sind viele tolle dabei! Naja, nichtsdestotrotz machte das diese Aufgabe nicht einfacher für mich 😉

Blogparade Mein Wort

Welches Wort soll nun also mein 2016 bestimmen?

Ich überlegte also, was ich will. Was ich ändern will. Was ich nicht mehr will.

Komme drauf, dass sich 2016 gar nicht soooo viel ändern soll. Vieles soll bleiben wie bisher: Ich möchte in der Lage bleiben, mir meine Freiheiten zu nehmen. Möchte selbstbestimmt bleiben, auch wenn ich dafür auf manches verzichten muss. Will meine eigenen Entscheidungen treffen, auch wenn sie gegen den Strom sind.

Ich will weiter ich sein. Klick um zu Tweeten

Was 2015 eindeutig zu kurz kam, sind die Reisen. Einen unvergesslichen Sommer verbrachte ich in Südfrankreich. Dort fahre ich aber fast jedes Jahr hin. 2016 ist eine Rückkehr nach Thailand geplant und ein Wochenende in Dresden. Ein langer Sommer in Frankreich. Dann mal sehen, was der Herbst und Winter so bringen. Zwischen „wollen“ und „können“ liegen leider Welten.

Dann fällt mir Gilles ein, ein Elsässer, den ich vor Jahren einmal als Couchsurfer bei mir beherbergte. Ein fairer Tausch: Couch gegen Geschichten. Gilles war damals auf einer längeren Wanderung unterwegs, das Wetter war grauenhaft. Über einer warmen Kürbissuppe lernten wir uns ein bisschen kennen. Nein, das ist falsch. Wir lernten uns richtig kennen. Sprachen über unsere Zukunft und unsere Wünsche.

Meine waren, wie auch heute, unbestimmt.

So wenig Antworten auf so viele Fragen

Wie ich leben wollte, wo ich sein würde? Ich konnte ihm keine Antwort darauf geben.

Nach einer langen Nacht verabschiedete sich Gilles, die Wanderung ging weiter. Zum Abschied zwinkerte er und sagte: „Le vent te portera“. Der Wind wird dich tragen.

Der Wind wird dich tragen. Klick um zu Tweeten

Ich fühlte mich, als ob er genau in meine Seele geschaut hätte. Als ob er mich seit Jahren kennen würde. Er setzte immenses Vertrauen in mich und meine Zukunft und wusste, alles würde gut.

Wind

Genau das will ich auch 2016. Und deshalb lautet mein Wort WIND.

Der Wind wird mich tragen. Klick um zu Tweeten

Der Wind wird mich tragen. Alles wird gut. Ich werde weiterhin gewöhnungsbedürftige Entscheidungen treffen und nicht den Vorstellungen einer Frau Ü29 entsprechen, werde auf Schrankwand und Sicherheit weiter verzichten. Weil ich sie nie gebraucht habe und auch nie brauchen werde. Ich werde reisen und meine Heimat genießen, sei es die südfranzösische oder die badische. Ich werde leben und lachen und lieben. Ich werde sicher auch verzweifeln, streiten und weinen. Wie das nun mal so ist in einem Leben. Der Wind wird mich tragen.

 

Wie ist dein Wort? Hast du dich durch die anderen Beiträge geklickt? Oder hast du vielleicht auch selbst mitgemacht? Was hältst du von meinem Wind?

Stichwörter: , , ,

Kategorien:

4 Kommentare

  • liebe Anne,
    mit Vorsätzen halte ich ja sehr ähnlich wie du und mache mir nicht sehr viel daraus 😉
    mir fiele es allerdings doch ziemlich schwer, mich auf ein einziges Wort für dieses Jahr festzulegen, obwohl mir dein Wort doch sehr gut gefällt! Wind ist ein Wort, dass so viel Raum und Freiheit lässt 🙂

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

  • Jasmin says:

    Liebe Anne,
    das ist wieder einer meiner Lieblingsposts von dir, weil er einfach so wudnervoll persönlich ist 🙂
    Ich hatte auch nie eine klare Vorstellung, wie genau mein Leben aussehen sollte. Ich wusste nur, dass ich alles dafür tun möchte, um ein schönes und harmonisches Leben zu führen, eines das mich glücklich macht. Aber ich fühle mich irgendwie noch immer wie ein Kind. Erwachsen? Nein, irgendwie nicht, vielleicht ein bisschen lebensklüger. Aber vielleicht muss man ja gar nie erwachsen werden? Wieso auch? Ich finde es eigentlich wundervoll, ein Kind zu bleiben. Kinderaugen sehen die Welt einfach ganz anders 🙂
    Für 2016 habe ich mir vorgenommen, herauszufinden, was für mein Leben bestimmt ist, welche Arbeit mich langfristig glücklich macht und worin ich vollkommen aufgehen kann. Ich bin schon seit vielen Jahren auf dieser Reise der Selbstfindung, vielleicht werde ich ja dieses Jahr ein bisschen klarer sehen 😉
    Liebe Grüße
    Jasmin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.