Northanger Abbey

21.
Februar
2016

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„Für Catherine Morland war es eine Quelle ständiger Enttäuschung, dass ihr eigenes Leben der Welt in ihren Büchern nicht ähnlicher war. „

Es gibt Bücher, die schon durch ihren ersten Satz überzeugen. Dieser erste Satz aus Val McDermids Northanger Abbey war so einer. Sofort war ich verliebt und wollte mehr über Catherine erfahren, ja alles! Ich MUSSTE einfach bei ihrem Abenteuer dabei sein!

Schnell erfuhr ich mehr: Dass Catherine Cat genannt werden möchte, dass sie eine große Familie hat. Und schon geht es los nach Edinburgh. Dorthin begleitet die lebensgierige Cat nämlich ihre Nachbarin Susie Allen, jede Menge Kultur, Theater, ein BookFestival… Ich war noch nie in Edinburgh, überhaupt beschränkt sich meine Erfahrung mit dem Vereinten Königreich auf vier unvergessliche Tage in London. Vor zehn Jahren. Trotzdem kam mir Edinburgh und der ganze Zirkus, der dort veranstaltet wurde, vertraut vor.

Mit Cat ging ich durch die Straßen und fand Gesellschaft: Bella Thorpe und ihre Schwestern. Und natürlich Henry Tilney, in den sich Cat sofort verliebt. Klar, dass aus den beiden nicht sofort ein Paar wird. Ist gar nicht so einfach, sich durch Zufall wieder zu begegnen. Dafür muss Cat sich den unangenehmen Bruder ihrer Freundin Bella ertragen. Johnny Thorpe ist all das, was frau nicht möchte: angeberisch, langweilig, ungehobelt, besessen von seinem Auto. Doch wegen ihres Bruders James, befreundet mit Johnny und verknallt in Bella, gibt es einige gemeinsame Unternehmungen.

„Schweren Herzens nahm sie hin, dass sie John Thorpes Aufdringlichkeit und Prahlerei über sich würde ergehen lassen müssen. „

Jane Austens

Jane Austen steht sogar auf dem Cover, offiziell heißt das Buch auch Jane Austens Northanger Abbey. Ich habe schon versucht, Jane Austen zu lesen, habe es aber nie geschafft. Auch jetzt habe ich nicht nachgelesen, warum das Buch auf Jane Austen referiert – ich wollte es mir nicht durch Vorurteile verderben lassen. Laaaaangweilig!

Bei den gemeinsamen Unternehmungen der Geschwisterpaare wurde ich zum ersten Mal an Jane Austen erinnert: Geschwisterpaare gehen zusammen auf Dates? Bruder datet Schwester Schwester datet Bruder? Große glückliche Familie?

Das Geschwistermotiv zieht sich durch: Cat lernt Ellie kennen, Henrys Bruder. Geschwisterpaar #3. Zu dritt gehen sie wandern, Cat darf zum Dinner beim strengen Vater, einem ehemaligen General erscheinen und schließlich folgt die Einladung auf den alten Familiensitz der Tilneys: Northanger Abbey.

Und nun konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Was würde dort wohl passieren? So ganz ohne WLan in der Einsamkeit? Mit grusligen Hausangestellten? Meine Geisterschlossfantasien sprangen Kapriolen.

Was dann passiert, verrate ich aber nicht. Ich finde nämlich, du solltest das Buch auch lesen, denn:

  • ich liiiiiebe die Sprache: zurückhaltend, unaufdringlich, irgendwie aristokratisch und irgendwie perfekt, aber ohne langweilig zu sein.
  • Cat ist eine super sympathische Protagonistin. Man muss sie lieben.
  • danach ist man froh, keinen Bruder zu haben, mit dem man auf Dates gehen muss.
  • es bleibt bis zum Schluss spannend.
  • es ist kein typischer Roman um ein junges Mädchen. Auch die Liebesgeschichte Cat/Henry verläuft nicht, wie man es heutzutage erwarten würde.

Grade muss ich mich sehr zusammen reißen, den Schluss nicht zu spoilern 😉 Ich hätte da noch so viele Zitate, die verraten aber alle zu viel… Wie wäre es mit diesem hier:

„Vampir“, sagte sie.

Damit ist hoffentlich noch alles offen 😉

Dank der Plattform Blogg dein Buch wurde mir dieses Buch vom Harper Collins Verlag zur Verfügung gestellt. Wenn dich das Buch nun interessiert, kannst du es dort auch bestellen.

 

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