Unterwegs in Chiang Mai

16.
Oktober
2015

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In Chiang Mai gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, wie wir sie kennen. Keine Metro, Straßenbahn. Busse, erst recht keine moderne Skytrain wie in Bangkok.

Wie bewegt man sich also am besten fort? Die verschiedenen Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen stelle ich euch heute vor.

  1. Fahrrad

An jeder Ecke kann man sich ein Fahrrad ausleihen, in der Regel für 50 Baht am Tag.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann sich selbstständig durch die Stadt bewegen, auf eigene Faust alles erkunden, ohne auf andere Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Nachteile scheinen weniger offensichtlich, sind aber dennoch vorhanden. Zum einen der unberrechenbare Verkehr, ungeduldige Moped-, Auto-, TukTuk und Songtheow-Fahrer… Mit dem Fahrrad geht man fast P1010098unter. Man sollte also mutig sein und einen Helm tragen! Ich weiß, sieht nicht so schick aus, kann aber enorm Sicherheit verleihen. Zum andern ist es in Chiang Mai einfach immer heiß. Wann es zu heiß zum Fahrradfahren ist, könnt ihr aber selbst entscheiden 🙂

2) Fahrradtaxis

Wie der LoneleyPlanet an anderer Stelle schreibt: „If you don’t mind being driven around by grandpas…“ Die Fahrer der Fahrradtaxis haben alle schon ein gewissen Alter erreicht und man sollte bei einer solchen Fahrt Zeit einrechnen, um sein Ziel zu erreichen. Aber: Man hat viel Zeit zum Schauen, Staunen, Fotos machen…

Fahrradtaxis findet ihr hauptsächlich im alten Stadtkern oder am Wararot-Markt. Die Preise variieren von Jahres-, Tageszeit und natürlich eurem Ziel. Einmal ausprobieren, es lohnt sich, versprochen!

3) Moped

DAS Fortbewegungsmittel in Asien! Warum nicht?

P1040093Mopeds kann man ebenfalls an jeder Ecke ausleihen, je nach Saison und Verleiher zwischen 150 und 200 Baht/Tag. Zum Ausleihen solltet ihr auf jeden Fall ein gültiges Ausweisdokument als Pfand mitnehmen. Personalausweise sind in Thailand nicht bekannt, werden aber meist nach Erklärung akzeptiert.

Die Vorteile sind ähnlich wie beim Fahrrad, ebenso die Nachteile. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, was bei einem Unfall passiert oder in dem Fall, dass das Moped einen Schaden abbekommt – muss ja nicht nur an euch liegen 🙂 Nicht erschrecken, falls ein Moped einfach mal stehen bleibt oder ausgeht… Sollte wirklich etwas passieren, ist es eine Überlegung wert, die Kiste selbst in die Reparatur zu bringen. Das kostet vermutlich weniger und dauert in der Regel auch nicht lange.

Ganz allgemein bleibt zu sagen: Immer vorsichtig fahren, auf die anderen Verrückten achten und bei einer Panne keine Panik bekommen.

4) Tuk-Tuk

P1010125Hier wären wir nun bei DEM asiatischen Taxi. Bequem bringt es einen von A nach B, genau wo man hin will. Was soll es hier für Nachteile geben? Im Prinzip keine. In der Hochsaison steigen die Preise, im Vergleich zu europäischen Gefilden werdet ihr aber immer noch fürn Appel und n Ei transportiert.

Tuk-Tuk-Fahrer sind für ihren waghalsigen Fahrstil bekannt, also: Zurücklehnen, sich ins Abenteuer werfen und die rasante fahrt genießen!

Übrgens, witzige Anekdote: Es soll mal einen Bürgermeister gegeben haben, der ein öffentliches Verkehrswesen einführen wollte – seeeeehr zum Unmut der Tuk-Tuk-Fahrer. Oder der Tuk-Tuk-Mafia? Das Ergebnis ist bekannt 🙂

5) Songtheows

DAS für Chiang Mai typischste öffentliche Verkehrsmittel!

Rote, gelbe, weiße, blaue, kleine „Busse“ fahren durch die Stadt. Platz nimmt man auf einer von zwei Bänken im hinteren Teil. Daher auch der Name „songtheow“ [gesprochen: sooooong täääääo) = „zwei Reihen“.

Wohin sie fahren? Meist überallhin, wo man hinwill 🙂 Generell gilt: rote Songtheows bleiben in und ums Stadtzentrum, gelbe im weiteren Umkreis und blaue düsen Richtung San Kamphaeng. Kurze Strecken sind bei 20 Baht, längere zwischen 30 und 50 pro Person.

Oft ist es nicht sooo einfach, dem Fahrer klar zu machen, wo man hin möchte, auch mit Stadtkarte nicht. Meist klappt es aber dann doch immer, man darf sich nur nicht erschrecken lassen.P1040082

Tipp: Nach dem Preis fragt ihr am besten auf Thai – der Fahrer denkt dann, ihr kennt euch mit den lokalen Preisen aus. Also:

„Thaoray kha/krap?“ = „Wie viel kostet es?“

„Kha/krap“ stehen für die Höflichkeitspartikel, zuerst in der weiblichen, dann in der männlichen Form.

Die Antwort, die man dann in der Stadt hören will, lautet „yisip“, was auf thai nichts anderes als die Zahl 20 bedeutet. In CM hört man vielleicht stattdessen auch das Wort „saaaaaoo“ – lokaler Lanna-Dialekt. Wenn man mutig ist, kann man auch direkt den Preis nennen: „Yisip okay?“. Der Fahrer versteht dann auch, was gemeint ist.

6) Taxi

Nee, eigentlich steht Taxi nicht zur Auswahl. In der Stadt sind sie eigentlich kaum unterwegs. Aber vom Flughafen in die Stadt oder wohin auch immer nimmt man am besten ein Taxi für 120 Baht. Sehr zuverlässig und mit Aircon (klarer Vorteil ;))

 

HINWEIS:

Dieser Artikel erschien bereits am 12.02.2015 auf meinem alten Blog hundertzeiten.de

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