Weltreisende gab es auch schon vor den digitalen Nomaden: Reiseschriftsteller Helge Timmerberg und seine Autobiografie

9.
August
2016

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Zurück auf Anfang. Ich sitze jetzt hier bereits eine Stunde und versuche zu schreiben. Mein Kreislauf zickt und ich jetzt auch. Also wird das eine Buchempfehlung der etwas anderen Art, Titel des Buches: Die rote Olivetti, Name des Autors: Helge Timmerberg.

Wer ist Helge Timmerberg?

Reisender. Suchender. Schreibender. „Ewiger Hippie“. Ein von der Sehnsucht Getriebener? Inspiration für alle, die Lust auf Reisen haben. Echte Reisen. Geschichtensammler und -erzähler. Journalist. Ex-Bunte-Redakteur. Reportagen-schreib-Gott. Vorbild? Einer, der nicht zum walk on the wild side aufgefordert werden muss.

Was schreibt er?

Neben den berühmten Reportagen, die in vielen Magazinen veröffentlicht wurden, vor allem „Stories von unterwegs“. Ich liebe sie. Er erzählt, was er erzählen will, ohne erhobenen Zeigefinger oder Professorenbrille. Einfach, was er erlebt (hat). Ganz gleich ob in Hamburg, Indien oder auf Kuba. Oder sonstwo auf der Welt.

Timmerberg

Warum sollte man ihn überhaupt lesen?

Weil es keinen zweiten gibt, der SO über das Reisen und Unterwegssein schreibt. Keinen, der so viel gesehen, an so vielen Orten gelebt hat. Jahre in Marrakesch – bevor Marokko trendy war. Zahllose durchtanzte Nächte auf Kuba, immer den schönen Frauen hinterher. Und sonst auch überall war, dabei Angst und Furcht nicht kannte oder einfach gepflegt ingnoriert hat.

Nicht politisch korrekt, nicht jugendfrei, nicht vom Gesundheitsamt akkreditiert. Drogen sind nicht selten dabei, gerade in Kuba machen sie ihn fertig.

Was interessiert die Autobiografie von diesem Kiffer?

Ich erfuhr beim Lesen von Die rote Olivetti so viel Neues, das ich hinter dem Globetrotter und Lebemann Timerberg überhaupt nicht vermutet hätte. Beispielweise war ich richtig überrascht, dass er eine komplette journalistische Ausbildung hat und tatsächlich ne ganze Weile für den Boulevard geschrieben hat! Sein Leben verlief nie nur geradeaus, nie nur nach oben. Es gab Abstürze und Höhenflüge. Das fand ich wahnsinnig spannend zu erfahren. Bis dato war Timmerberg immer nur einer für mich, der das Glück hatte, um die Welt zu reisen und Geschichten drüber zu schreiben. Vergiss es, da steckt so viel mehr dahinter.

Wer braucht keinen Timmeberg zuhause?

Langweiler. Spießer. Jemand, der sowieso nicht liest. Keine Lust auf Reisen hat, die nicht instagramtauglich sind.

Ist zum Timmerberg-Einstieg eine Autobiografie sinnvoll?

Nein, vermutlich nicht. Herr Pralino wurde von mir gezwungen, mit Der Jesus im Sexshop anzufangen. Oder mit In 80 Tagen um die Welt. Das sind meine Favoriten, alle anderen mag ich aber auch.

Die Biografie erst lesen, wenn du seine Geschichten kennst, dann macht sie viel mehr Spaß.

Timmerbergs Biografie

 

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