Tiny House – ich würd einziehen! Oder doch nicht???

11.
Juni
2019

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Eine Beichte: Ich netflixe jetzt. Und ich liebe Immobilien.

Netflix + Immobilienliebe ergibt zwei Sendungen: Selling sunset – eine soap opera mit schicken Maklerinnen in LA und das genaue Gegenteil, Tiny House Nation.

Meine Wohnstory

Aktuell wohne ich überhaupt nicht in einem tiny house, sondern auf 4 ½ Zimmern, die sich über zwei Stockwerke erstrecken. Mit im Paket sind zwei Balkone.

Davor haben Herr Pralino und ich lange Jahre entweder in WG-Zimmern oder in anderthalb Zimmern gewohnt. Ich habe es immer sehr genossen…

Zu unserer jetzigen (und letzten!) Wohnung hat uns der Zufall gebracht und ich liebe sie. Nichtsdestotrotz verfolge ich schon seit Ewigkeiten den tiny house-Trend (Pinterest sei Dank – in den USA ist das ja nicht ganz so neu). Diese tiny-house-Sendung finde ich total inspirierend.

Vom tiny house verführt

Meine erste Reaktion: Ich würde sofort einziehen!

Weil:

  • Kein Platz für Gerümpel
  • Keine toten Ecken mit Krust
  • Nichts Überflüssiges
  • Ich bin sowieso immer am liebsten in der Nähe meiner Lieben
  • Und, andersrum: Die Kids sind sowieso IMMER in meiner Nähe
  • Nicht so viel zu putzen (#reallife)
  • Sooooo gemütlich!

Man muss nicht aufräumen, weil man nichts rumfahren lassen kann. Worin ich, laut Herr Pralino, Experte bin. Also im „rumliegen lassen“. Meiner Meinung nach auch im Aufräumen, aber das eher gezwungenermaßen.

Oder doch nicht?

Da sitze ich also und schwärme vom tiny house. Herr Pralino so: „Da kannst du aber alleine einziehen!“ #dankefürnichts

Ich kann ihn nicht überzeugen, er will partout nicht ins tiny house. Er mag nämlich ein bisschen mehr Platz. Und: „Du lässt ja immer alles rumliegen.“ (Wenn du das jetzt liest: DU AUCH!!!)

Wenn ich dann aber im tiny house wohnen würde, würde ich ja nichts mehr liegen lassen. Get my point? Außerdem räume ich ja auch auf!

Was mich dann doch überzeugt: Im tiny house könnten meine Kinder nicht hin- und her rennen. Das tun sie nämlich gerne und ausdauernd. Für Spielzeug wär auch kein Platz. Oder dafür, beide Kinder mal zu separieren und in verschiedene Zimmer zu stecken.

Vorerst bleib ich also hier.

Vielleicht zieh ich also in 20 Jahren in ein tiny house. (Untertitel für Herr Pralino: Die Sache ist noch nicht ausdiskutiert! ;))

Das ist auch ganz gut so, denn so fortschrittlich ein tiny house, so nicht-fortschrittlich die Gemeinde, in der ich lebe. Die hat nämlich gerade einen Antrag für ein tiny house abgelehnt.

Gründe: Zu wenig Wohnraum auf zu viel Platz. Diesen Platz sollte man andersweitig nutzen – für mehr Wohnraum. Bei der aktuellen Knappheit an Wohnraum… und so weiter.

Auf der einen Seite kann ich das verstehen, doch was ändert es, ob man auf sein Grundstück ein tiny house oder einen 8-Zimmer-Palast stellt? Da ist das tiny house wesentlich ökologischer.

Es gibt übrigens in Deutschland auch schon tiny houses, zB hier:

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